Die Katakomben von Neapel (San Gennaro)

Neapel ist nicht nur eine typische italienische Stadt, nicht nur die Stadt, wo die Pizza Magerita erfunden wurde, sondern hat auch einige sehr interessante und auch unheimliche Orte zu bieten, wo sich der Besucher ausserhalb der üblichen Touristenattraktionen vergnügen kann. Nebst dem extrem schönen „Höhlenfriedhof“ gibt es auch einige Katakomben zu besichtigen. Aus zeitlichen Gründen konnte ich leider bisher nur eine besuchen, nämlich die Katakomben von San Gennaro. Ohne eigenes Auto ist die Anfahrt mit dem Bus zwar sehr nahe, aber etwas halsbrecherisch im Vergleich zu unseren ÖV’s. Ich werde auf jeden Fall bei Gelegenheit die anderen Katakomben besuchen.

Die Katakomben von San Gennaro:

Ursprünglich gab es drei separate Friedhöfe, die sich jeweils nach San Gaudioso San Severo und San Gennaro benannten. Diese Katakomben in Neapel unterscheiden sich von den Katakomben in Rom, dass sie geräumige Durchgänge entlang zwei Ebenen haben. Die untere Ebene ist die älteste, geht zurück auf das 3. bis 4. Jahrhundert und kann einem früheren vorchristlichen Friedhof und später auf die neue Sekte abgeleitet werden. Es wurde offenbar erst eine wichtige religiöse Grabstätte nach der Beisetzung von Bischof Agrippinus. Die zweite Stufe war die Erweiterung, um die anderen zwei benachbarten Friedhöfen.

San Gennaro ist eine der grösssten Katakomben in Italien. Die erste Struktur war wahrscheinlich das Ergebnis der Fusion von zwei alten Grabstätten, eine aus dem 2. Jahrhundert, wo die Überresten von San Agrippinus von Neapel enthalten sind, der erste Patron von Neapel, und die Seite aus dem 4. Jahrhundert, das die Überresten San Januarius, dem Schutzpatron der Stadt enthaltet.

Bis zum elften Jahrhundert waren die Katakomben die Grabstätte des neapolitanischen Bischöfe. Zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert waren sie das Opfer von schweren Plünderungen. Restaurierung der Katakomben war nur möglich nach der Übertragung der Skelettresten auf einen anderen Friedhof.

Info: Siehe auch „Das Blutwunder von Neapel“.

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